Atlanta, USA (CNN) – Es war ein hartes Jahr für amerikanische Verbraucher. Die Inflation ist allgegenwärtig, die Zinsen schießen in die Höhe, der Immobilienmarkt beginnt sich abzukühlen. Das wirft eine Frage auf, wenn sich die Feiertage nähern: Sind die Käufer endlich ausgelaugt?

Davon bekommen wir diese Woche eine bessere Vorstellung.

In den nächsten Tagen werden viele Daten veröffentlicht, die wichtige Hinweise auf die Gesundheit der US-Wirtschaft geben werden. Zusätzlich zu einer Reihe von Einzelhandelsgewinnberichten wird die Regierung am Mittwoch Einzelhandelsumsatzzahlen für Oktober veröffentlichen. Volkswirte erwarten einen monatlichen Sprung von 0,9 %. Die Verkäufe blieben im September unverändert, ein mögliches Zeichen dafür, dass die Inflation ihren Tribut von den Verbrauchern forderte.

Aber die neuesten CPI-Zahlen für Oktober sorgten für eine gewisse Erleichterung bei den Käufern und der Wall Street. Das Tempo der jährlichen Preissteigerungen hat sich stärker als erwartet verlangsamt.

Mehrere große Einzelhändler werden auch ihre Ergebnisse für das letzte Quartal bekannt geben. Sie dürften Umsatzprognosen für die nächsten Monate liefern.

Kontinuierliche Zinserhöhungen der Federal Reserve in den letzten Monaten haben die Kreditkartenzinsen auf Allzeithochs getrieben. Daher wird es für viele Verbraucher, die dieses Jahr Geschenke mit ihrer Kreditkarte kaufen möchten, erschwinglicher denn je.

Inflation schadet am Ende dem Umsatz?

Die große Frage, vor der Einzelhändler stehen, ist, ob sie die Preise weiter erhöhen können oder nicht. Die Verbraucher haben bisher (vielleicht widerwillig) trotz aller Schocks weiter Geld ausgegeben. Es hilft natürlich, dass das Lohnwachstum ziemlich stark geblieben ist.

„Einzelhändler waren in der Lage, höhere Erzeugerpreise an die Verbraucher weiterzugeben und starke Gewinnspannen aufrechtzuerhalten“, sagten Ökonomen im jüngsten Bericht von Moody’s über die Aussichten für 2023.

Die Ökonomen von Moody’s fügten hinzu, dass der immer noch gesunde Arbeitsmarkt ein Grund dafür ist, warum die Verbrauchernachfragetrends „außerordentlich robust bleiben“.

Einzelhändler brauchen eindeutig etwas Feiertagsstimmung. Verbraucheraktien wurden in diesem Jahr von Inflationsängsten und Rezessionsängsten hart getroffen.

Alle Augen sind auf die Verlangsamung des Wohnungsbaus gerichtet

Eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve könnte schließlich die Verbraucherausgaben im weiteren Sinne bremsen. Aber es gibt noch einen weiteren hervorstechenden Bereich der Wirtschaft, der bereits hart von der aggressiven Straffung durch die Zentralbank getroffen wurde: der Immobilienmarkt.

Die Hypothekenzinsen sind auf über 7 % gestiegen, was den Kauf eines Eigenheims erschwert.

Die Wohnungs- und Baugenehmigungsdaten für Oktober werden Ende dieser Woche veröffentlicht. Dies gilt auch für bestehende Hausverkaufsnummern. Von Reuters befragte Ökonomen gehen davon aus, dass im vergangenen Monat 4,4 Millionen Häuser verkauft wurden. Dies ist ein Rückgang von 4,7 Millionen Haushalten im September und 6,3 Millionen im Oktober 2021.

Der Wohnungsmarkt befindet sich nicht unbedingt mitten in einem Crash wie in den späten 2000er Jahren, nachdem der Subprime-Hypothekenwahn eine riesige Blase ausgelöst hatte. Aber es ist klar, dass Hausverkäufe an Fahrt verlieren.

Vor diesem Hintergrund wird es interessant sein zu sehen, was die beiden Baumarktgiganten Home Depot und Lowe’s zu sagen haben.



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